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19. August 2011

18.08.2011 – Hagelgewitter und Shelfcloud

Der 18.08.2011 sollte die erste wirklich brisante Gewitterlage des Jahres hier im Westen bringen. Die Dynamik, die Temperaturen und auch das Timing passte perfekt zu einer Schwergewitterlage. Den ganzen Tag konnte es ordentlich einheizen, so dass die Temperatur auf knapp über 31°C stieg, der Taupunkt lag kurz vor der Auslöse zwischen 19 und 20°C. Ein Bodentief entwickelte sich über Nordfrankreich und zog über Benelux nordöstlich in Richtung Deutsche Bucht. An der Ostflanke im Bereich der Warmfront löste es schließlich am Nachmittag über Belgien aus. Ich fuhr daraufhin in Richtung Jülich, um den sich bildenden, gestaffelten MCS (mesoscale convective system – Gewitterclustersystem) abzufangen.

Der Aufzug der ersten Staffel bei Jülich mit dem Eisschirm und Mammatusbewölkung über den tiefen Wolken:

Ich wechselte den Standort und fuhr ein paar Kilometer weiter nach Aldenhoven, wo ich den Aufzug einer Böenfront mit Whalesmouth beobachtete:

Anschließend fuhr ich nach Bourheim um einen weiten Blick über den Tagebau Inden zu haben. Dort ließ ich mich dann überrollen und konnte eine große Staubwolke, die durch die Böenfront aufgewirbelt wurde beobachten:

Es begann zu hageln und ich setzte eine Meldung bei Skywarn ab, die Korngröße betrug 3 cm:

Auch die Rückseite der Zelle hatte einiges zu bieten:

Kurze Zeit später kam Tommy aus Düren ebenfalls an diesen Beobachtungspunkt und wir fuhren ein Stück weiter nach Süden in die Nähe von Pier. Dort konnten wir den Aufzug der zweiten Staffel mit einer Shelfcloud bewundern.

Zum Schluß noch das Video vom Chasing, am besten mit Ton ansehen!


18.08.2011 – Hagelgewitter und Shelfcloud

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6. August 2011

06.08.2011 – Wallcloud mit Rotation

Abgelegt unter: Gewitter,Rotation,Video,Wallcloud,Wetter,Wolken — Tags:, , , , , , — admin @ 23:46

Nach den Wettermodellen sollte ein Gewitterschwerpunkt in der Südeifel liegen. Dies wäre für mich jedoch zu weit entfernt gewesen, da die Linie aus Belgien und Luxemburg relativ schnell und etwas früher, nämlich schon am Mittag, nach Deutschland hereinzog. Ich fuhr also die A61 herunter und kurz in die Eifel hinein in die Nähe von Berg. Dort zeigte sich das ganze unspektakulär aber mit viel Regen.

Nach ein paar Minuten fuhr ich weiter quer durch den Niederschlag in Richtung Osten in die Nähe von Grafschaft-Ringen und hatte die Linie wieder vor mir. Ich hatte Glück, dass genau in dem Abschnitt der Linie eine kräftige Zelle mit Strukturen einer Superzelle auf mich zuzog.

Die Wallcloud zeigte immer wieder kleinräumige Rotation und Fraktusfetzen wurden sehr schnell hineingezogen. Von einem Tornadoverdacht möchte ich hier ersteinmal nicht sprechen, aber es liegt im Bereich des Möglichen.

Ich konnte 2 Panoramen erstellen, das erste zeigt die gesamte Zelle mit der Wallcloud links und dem Niederschlagsbereich rechts, das zweite wurde aus 4 Hochkantaufnahmen zusammengesetzt und zeigt nur die Wallcloud:

Dann kam der Niederschlagsbereich und ich habe meinen Standort um ein paar hundert Meter verlagert um freie Sicht in die andere Richtung zu haben.

Auf der Rückseite konnte ich noch einmal tief hängende Wolken beobachten.

Panorama aus 4 Bildern:

Hier das Video vom Chasing:

28. Juli 2011

28.07.2011 – Gewitter im Rheinland

Am 27.07.2011 und am 28.07.2011 stand eine gradientschwache Lage an, in der sich am Nachmittag Luftmassengewitter entwickelten. Diese Gewitter zogen sehr langsam und brachten dadurch lokal extrem hohe Regenmengen und Überflutungen mit sich. Ich fuhr in die Gegend zwischen Jüchen, Erkelenz und Mönchengladbach um das aufziehende Gewitter zu beobachten. Leider waren die Zellen kaum strukturiert und wirkten durch die hohen Regenmengen verwaschen. Außer 2 Blitzen in der Nähe und einem ordentlichen Donnerschlag gab es nichts ungewöhnliches zu sehen.

Das Video des Tages:

4. Juli 2010

03.07.2010 – Schwere Gewitter im Rheinland

Abgelegt unter: Deutschland,Gewitter,Starkregen,Wetter — Tags:, , , — admin @ 13:18

Im Laufe des Tages erreichten feuchte und warme Luftmassen, die von einem großen Tiefdruckgebiet über dem Ostatlantik nach Deutschland herangeführt wurden den Westen. Im Tagesverlauf bildeten sich erst über der Eifel und später auch im Flachland Wärmegewitter, die durch ihre langsame Zuggeschwindigkeit extreme Regenmengen brachten. Die ersten Gewitter entstanden gegen Mittag über der Eifel. Gerd und ich fuhren in Richtung Düren und beobachteten noch eine Weile die Lage, bevor wir uns für den besten Standort zum fotografieren entschieden. Am Tagebau Inden machte ich mehrere Bilder und habe diese zu 2 Panoramen zusammengestellt (Die Panoramen können durch Anklicken vergrößert werden).

Am Aussichtspunkt gab es nur ein paar Tropfen, aber auf dem Radar erkannte man bereits schwere Gewitter über Pulheim. Auf dem Rückweg in Richtung Pulheim wurde der Regen immer stärker und es gab einzelne Überflutungen und kurze Stromausfälle aufgrund von Blitzschlag. Zu Hause angekommen schaute ich auf meine Wetterstation und traute meinen Augen nicht. Innerhalb von knapp 70 Minuten fielen 43,2 mm Niederschlag davon 41,4 mm innerhalb einer Stunde. Dies ist der höchste Stundenwert seit Beginn der Messungen an meiner Station. Hier das Tagesdiagramm von gestern:

Ein paar Bilder der Überflutungen hat Gerd auf seiner Seite:
http://www.mavs-wetterbilder.de

11. September 2008

11.09.2008 – Blitzintensives Gewitter mit Starkregen in Pulheim

Abgelegt unter: Blitze,Deutschland,Gewitter,Starkregen,Wetter — Tags:, , , , — admin @ 23:59

Nachdem es den ganzen Tag über in der Eifel und im Bergischen auslöste, aber hier in Pulheim nichts geschah, schoß gegen 22.00 über Frechen eine Zelle in die Höhe, die sehr langsam in Richtung Nordnordost zog. Diese Zelle brachte hier an meiner Wetterstation 24 l/m² Regen in einer Stunde. Schlimmer erwischte es den Pulheimer Stadteil Sinnersdorf (ca. 4 km ostnordöstlich von hier). Dort kamen innerhalb von 90 Minuten rund 70 l/m² runter und die Feuerwehr musste zu vielen vollgelaufenen Kellern ausrücken. Die Rückseite der Zelle war äußerst blitzintensiv (ca. 40-50 Blitze pro Minute) und konnte von hier aus sehr gut beobachtet werden.

Hier noch das Tagesdiagramm meiner Wetterstation:

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