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29. Juni 2011

28.06.2011 – Gewitterfront bei Aachen

Es sollte eine der besten Lagen in diesem Jahr werden. Gerd und ich fuhren also in Richtung Niederlande und postierten uns in der Nähe von Geilenkirchen am Ostrand der ersten Zelle, die vor der Front hochschoss.

Das Radar sah für einen Standort etwas weiter südwestlich vielversprechender aus und so machten wir uns auf den Weg in die Nähe von Jülich, am Rand des Tagebaus Inden. Dort produzierte die Gewitterlinie, die sich über dem Grenzgebiet befand, sehr schöne Mammatuswolken:

Leider fielen alle Zellen, die auf unseren Standort zuzogen, wieder zusammen. Eine Gruppe von Chaserkollegen vom Wetterzentrum NRW gesellte sich zu uns und wir beobachteten zusammen, wie eine abgelöste Böenfront auf unseren Standort zuzog.

Mittlerweile wurde es langsam dunkler und wir überlegten, ob wir es noch schaffen könnten, vor die Zellen nördlich von Heinsberg zu gelangen. Wir fuhren also los, aber nach ein paar Minuten realisierten wir, dass es nicht mehr zu schaffen war. Also machten wir uns wieder auf den Heimweg.

Insgesamt habe ich knapp 800 Fotos geschossen, davon 715 mit Stativ und festem Blickwinkel. Aus diesen 715 Bildern habe ich dann einen Zeitrafferfilm erstellt:


DSLR-Zeitraffer Gewitter 28.06.2011

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29. August 2010

29.08.2010 – Kaltfrontdurchgang mit schöner Böenfront am Abend

Heute am abend zog die Kaltfront eines Tiefs über der Nordsee von Benelux her nach NRW. Die Blitztätigkeit ließ jedoch über Holland schon merklich nach, so daß man nicht mehr viel erwarten konnte. Aus den Radarbildern konnte man jedoch ersehen, daß eine vorlaufende Böenfront entstanden ist. Diese habe ich dann etwa um 19.50 Uhr bei Rommerskirchen-Deelen abgefangen. Es gab kurzzeitig Starkregen, Sturmböen und eingemischten kleinen Hagel (etwa 1 cm).

Mein persönlicher Favorit ist das letzte Bild, das ich auch vom Bildaufbau her wirklich gelungen finde. Es zeigt die Unterseite der Böenfront exakt zu dem Zeitpunkt, wo sie über das Braunkohlekraftwerk in Grevenbroich-Neurath zog. Links daneben ist der Kraftwerksneubau zu erkennen.

Hier das Video, daß hauptsächlich Zeitrafferaufnahmen vom Durchgang der Böenfront enthält:


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An meiner Wetterstation brachte der Durchzug der Böenlinie und der anschließende Niederschlag insgesamt eine Regenmenge von 5,4 mm und einen Temperaturrückgang von 13,6°C auf 9,6°C, was für den August einen sehr niedrigen Wert bedeutet.

22. August 2010

22.08.2010 – Schwere Gewitter

Heute fuhren Gerd und ich zuerst nach Nievenheim und nahmen Micha mit. Dann ging es in Richtung Heinsberg und wir warteten dort ab. Gegen 14.30 ging bei Zülpich die erste Zelle des Tages hoch. Wir überlegten nur kurz und fuhren schnell in die Richtung. Da die Zelle sehr schnell unterwegs war und wir uns von Norden her annäherten, mussten wir ersteinmal vor die Zelle kommen um dann nach Süden stoßen zu können. In der Nähe von Lohmar bezogen wir dann unseren ersten Beobachtungspunkt und beobachteten den aus einem Stormsplit entstandenen Rightmover, eine zyklische Superzelle, die insgesamt 3,5h bis nach Nordhessen (zwischen Marburg und Kassel) unterwegs war. Hier sind ein paar Bilder der Zelle:

1 Panorama aus 5 Hochformatbildern:

Und ein Foto von einem Downburst bei Siegburg/Hennef:

Etwas weiter nördlich zog schon die nächste Zelle auf, in der aus einer kleinen Wallcloud eine Böenwalze entstand, die dann später wieder komplett eingesogen wurde:

Bild der Wallcloud bei Bonn, die inzwischen unter Funnelverdacht steht. Ich bin mir selbst nicht sicher, ob es ein Funnel ist, aber rotiert hat es wie wild:

Anschließend rief Dennis an und wir verständigten uns darauf, das wir uns am Tagebau Inden treffen und dort auf die Zellen warten, die aus Belgien nach Deutschland hereinziehen. Hier konnten wir die nächste Wallcloud beobachten:

Panorama aus 5 Bildern:

Kurz vor uns löste sich die Wallcloud auf und wir wollten schon losfahren. Plötzlich schien dieser Aufwind wieder an Intensität zuzulegen und wir machten noch ein paar Bilder, bis die Zelle ganz vorbeigezogen war:

Anschließend fuhren Gerd und ich nach Hause und konnten kurz vor Pulheim noch einen Regenbogen beobachten:

Das Video vom Tag:


22.08.2010 – 3 Gewitterzellen im Rheinland

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Für mich das interressanteste Chasing in diesem Jahr, da praktisch die gesamte Palette (bis auf Funnel und Tornados) heute vertreten war.

14. Juli 2010

14.07.2010 – Shelfcloud, Böenfront und Staubwolke

In der feuchtheißen südwestlichen Strömung bildete sich im Laufe des Tages ein Bodentief über Benelux aus. An dessen Kaltfront wurde eine extreme Wetterlage erwartet. Die Gewitter sollten linienförmig über Frankreich und Belgien entstehen und dann nach Deutschland hereinziehen. Um die heutige Gewitterlinie an der richtigen Stelle abzufangen fuhr ich heute nach Linnich und beobachtete den Aufzug einer schönen Shelfcloud:

Panorama (Bitte Anklicken zum vergrößern):

Panorama (Bitte Anklicken zum vergrößern):

Unterhalb der Böenfront wurde durch die Windböen, die 80-90 km/h betrugen, eine große Staubwolke aufgewirbelt:

Als der Niederschlagskern über mich hinwegzog gab es kurzzeitig auch kleinen Hagel (ca. 1-1,5 cm) sowie Starkregen. Nachdem die Linie durch war wartete ich noch die Rückseite ab, die jedoch nichts außergewöhnliches zu bieten hatte. Dann machte ich mich auf den Heimweg nach Pulheim. Als ich zu Hause ankam gab es überraschend noch einen extrem hellen Regenbogen als Zugabe:

An meiner Wetterstation gab es eine Windböe von 71 km/h (mehr als am 12.07.2010) sowie insgesamt 7,6 mm Niederschlag. Die Temperatur fiel innerhalb von 1 Stunde von 32,5 auf 19,3°C. Hier das Tagesdiagramm vom 14.07.2010:

Das Video vom Chasing (das meiste als Zeitraffer):

14.07.2010 – Shelfcloud und Staubwolke

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30. Mai 2010

30.05.2010 – Schauer und Gewitter im Rheinland

Heute ließ nach langer Zeit die Wetterlage wieder die Möglichkeiten für Gewitter zu. Über den Tag gab zunächst einige schwache Schauer. Erwartet wurden dann die Gewitter mit dem Einzug der Höhenkaltluft aus Nordwest (-28°C in ca. 5000 m Höhe) im Laufe des Nachmittags. Ich fuhr also nachmittags in Richtung Jülich und wartete dort ab. Leider tat sich nicht allzu viel und ich fuhr gegen 17.00 wieder nach Hause. Etwa um 19.00 formierte sich dann nordwestlich eine Gewitterlinie, die genau auf Pulheim zusteuerte. Ich postierte mich zwischen Pulheim, Sinnersdorf und Stommeln und kam gerade zur rechten Zeit dort an, um den Aufzug der Zelle festzuhalten.

Es bildete sich eine Böenfront, die sich durch eine scharfe Wolkenkante gegen das Sonnenlicht auszeichnete.

Hinter der Böenfront begann es kurz zu Hageln, die Korngrößen waren aber klein (max. 1 cm) und es kam langsam die tiefstehende Sonne wieder zum Vorschein. Ich wechselte den Standort und setzte mich hinter die Zelle um einen eventuellen Regenbogen festhalten zu können. Dieser fiel dann aber sehr klein aus.

Zum Schluß konnte ich am Eisschirm der abziehenden Zelle noch Ansätze von Mammatuswolken beobachten.

Meine Wetterstation registrierte 1,8 mm Niederschlag und einen markanten Temperaturabfall:

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