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6. Juli 2014

06.07.2014 – Gewitterlinie mit Shelfcloud in der Eifel

Heute wurde von Estofex eine Level 2 für Schwergewitter in unserer Region herausgegeben. Die Zugrichtung der Zellen war von Südwest nach Nordost. Aus meiner bisherigen Erfahrung heraus schwächen sich die heranziehenden Gewitter nach Überquerung der Eifel meist ab, was mich dazu bewog, in die Eifel hinein zu fahren und dort auf die Ankunft der Zellen zu warten. Ich fuhr in Richtung Nürburgring und suchte mir dort einen Standort, an dem man eine gute Übersicht nach Südwesten hat. Diesen fand ich dann in der Nähe von Kempenich bei dem kleinen Ort Hohenleimbach mit Blick auf die Hohe Acht und wartete dort auf die Ankunft der Gewitter. Gegen 19.30 konnte man erste Strukturen der sich nähernden Gewitterlinie erkennen.

Die näher kommende Linie bildete nun eine Böenfront mit einer Shelfcloud aus und kam unter leichter Verstärkung weiter auf mich zu:

Anschließend zog die Böenfront mit schweren Sturmböen um 90 km/h über mich hinweg, und ich machte mich wieder auf den Weg in Richtung Köln. In Weilerswist traf ich dann noch Charlotte, Dennis, Daniel und Thomas auf eine kleine und spontane Chaserkonvergenz 😉

Hier noch das Video vom Tag:

28. Juni 2014

27.06.2014 – Drei Gewitter an einem Tag

Mit der Annäherung einer Kaltfront aus Nordwest bildeten sich schon am Nachmittag kleinere Zellen über der Eifel. Die erste des Tages konnte ich gegen 15 Uhr bei Maulbach in der Eifel fotografieren. Ausser ein paar schönen Fallstreifen gab es jedoch nichts aussergewöhnliches zu sehen:

Das zweite Gewitter erwischte ich auf der Fahrt nach Hause im Bereich von Kerpen. Es fehlte jedoch die Zeit von der A61 abzufahren und einen Platz zum fotografieren zu suchen. Daher beschloss ich, die A4 in Richtung Köln zu fahren und fand dann bei Brauweiler einen geeigneten Standort. Leider hatte sich die Zelle, die im Bereich Kerpen noch eine extrem dynamische Wallcloud zeigte, zu diesem Zeitpunkt schon wieder abgeschwächt.

Am Abend zog dann gegen 20.30 eine Zelle mit superzellartigen Strukturen auf Pulheim zu. Die Zelle wurde outflowdominant und bildete eine schöne Böenfront aus, die ich in der Nähe von Köln-Bocklemünd beobachtete.

Hier noch das Video von der dritten Zelle:

10. Juni 2014

09.06.2014 – Bowecho im Rheinland

Am Nachmittag bildete sich an der französisch-belgischen Grenze eine Gewitterlinie, die unter Verstärkung in Richtung Nordrhein-Westfalen zog. Innerhalb dieser Linie bildete sich dann über der Eifel ein Bowecho aus, das auf eingelagerte Superzellen hindeutet. Ich fuhr an das Südende der Linie, an der sich eine Superzelle befand und beobachtete in der Nähe von Meckenheim den Aufzug mit herrlichen Mammatuswolken.

Zoom auf die Superzelle am Südende der Linie:

Die Superzelle am Südende schwächte sich ab und eine große Böenfront mit Shelfcloud wurde sichtbar, die sich selbständig unter Verstärkung der Windgeschwindigkeiten fortbewegte. Diese Bilder wurden auch im TV bei N24 gezeigt:

An meinem Standort gabe es Windböen um 90 km/h, die ordentlich Staub aufwirbelten. Niederschlag fiel so gut wie keiner. Weiter nördlich gab es Starkregen, kleinen Hagel und Windböen bis zu 150 km/h. Hier noch das Video vom Tag und ein paar Blitze von der Rückseite bei meiner Fahrt nach Hause:

22. Mai 2014

22.05.2014 – Gewitter in der Voreifel

Heute zog eine Gewitterlinie von der Eifel her in Richtung Rheinland. Da diese Linien sich meistens im Lee der Eifel abschwächen, hatte ich mich in der Nähe von Weilerswist-Lommersum postiert und beobachtete die südlichste Zelle der Linie. In einiger Entfernung zeigte sich eine Wallcloud und ein schön abgerundeter Aufwindbereich, der auf eine Mesozyklone (rotierender Aufwind) hinweist. Die Zelle schwächte sich jedoch so stark ab, dass an meinem Standort nur eine schöne Unterseite des Aufwindbereichs sichtbar war.

Hier das Video vom Tag:

19. August 2011

18.08.2011 – Hagelgewitter und Shelfcloud

Der 18.08.2011 sollte die erste wirklich brisante Gewitterlage des Jahres hier im Westen bringen. Die Dynamik, die Temperaturen und auch das Timing passte perfekt zu einer Schwergewitterlage. Den ganzen Tag konnte es ordentlich einheizen, so dass die Temperatur auf knapp über 31°C stieg, der Taupunkt lag kurz vor der Auslöse zwischen 19 und 20°C. Ein Bodentief entwickelte sich über Nordfrankreich und zog über Benelux nordöstlich in Richtung Deutsche Bucht. An der Ostflanke im Bereich der Warmfront löste es schließlich am Nachmittag über Belgien aus. Ich fuhr daraufhin in Richtung Jülich, um den sich bildenden, gestaffelten MCS (mesoscale convective system – Gewitterclustersystem) abzufangen.

Der Aufzug der ersten Staffel bei Jülich mit dem Eisschirm und Mammatusbewölkung über den tiefen Wolken:

Ich wechselte den Standort und fuhr ein paar Kilometer weiter nach Aldenhoven, wo ich den Aufzug einer Böenfront mit Whalesmouth beobachtete:

Anschließend fuhr ich nach Bourheim um einen weiten Blick über den Tagebau Inden zu haben. Dort ließ ich mich dann überrollen und konnte eine große Staubwolke, die durch die Böenfront aufgewirbelt wurde beobachten:

Es begann zu hageln und ich setzte eine Meldung bei Skywarn ab, die Korngröße betrug 3 cm:

Auch die Rückseite der Zelle hatte einiges zu bieten:

Kurze Zeit später kam Tommy aus Düren ebenfalls an diesen Beobachtungspunkt und wir fuhren ein Stück weiter nach Süden in die Nähe von Pier. Dort konnten wir den Aufzug der zweiten Staffel mit einer Shelfcloud bewundern.

Zum Schluß noch das Video vom Chasing, am besten mit Ton ansehen!


18.08.2011 – Hagelgewitter und Shelfcloud

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