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21. August 2006

Schadensanalyse Tornado Brohl-Lützing am 21.08.2006

Nachdem ich gestern noch einmal nach Brohl-Lützing gefahren bin und weiter westlich nach Schäden gesucht habe, folgt hiermit nun mein Bericht. Leider sind viele Bilder durch den zwischenzeitlich auch stärkeren Regen unscharf geworden.

Karte des Schadensgebiets:

(Quelle: openstreetmap.org)

Zunächst möchte ich noch einmal ein paar Schadensbilder aus Lützing, vor allem aus dem oberen Teil des Ortes zeigen.

Oberhalb der Lützinger Str. ware eine gebrochene Baumgruppe zu erkennen. Für mich der erste konkret feststellbare Hinweis auf den Tornado. Leider konnte ich dort kein Foto machen.

Am oberen Ende der Lützinger Str. waren am Waldrand viele Bäume gebogen und einige gebrochen.

An der Bergstr. waren viele Bäume entwurzelt oder gebrochen.




Unterhalb der Bergstr. fiel eine entwurzelte Birke auf eine leerstehende Villa. und an der Braunsbergstr. wurde ein Holzzaun eingedrückt.

An der Quellenstr. war ein ganzer Garten komplett durch umgestürzte Bäume verwüstet. Im Hintergrund das angehobene Dach eines Nebengebäudes.

Am unteren Teil der Lützinger Str. waren mehrere Gärten durch umgestürzte Bäume beschädigt oder sogar verwüstet worden. Hier gab es auch Bäume mit einer anderen Fallrichtung als im Süden der Schneise.

Anschließend bin ich ins Vinxtbachtal gefahren und habe auch die Hänge rechts und links des Tales untersucht. Die Schäden waren allesamt leichter Natur, vor allem abgebrochene Äste oder Kronen sowie gebogene Bäume, so das man nicht sicher sein kann, ob die Schäden schon vor dem Ereignis vorhanden waren.

Fazit:
Die Schäden im Vinxtbachtal können nicht dem Ereigniss zugeordnet werden, sie sind auch durch normale Windböen möglich. Erst oberhalb von Lützing treten die ersten größeren Schäden auf. An der Nordflanke der Schneise wurde ein schwach verwurzelter Baum in Nordwestrichtung geworfen, 20 m weiter wurde ein Baum Richtung Nordost gebrochenen , so dass hiermit ein Tornado als sicher anzunehmen ist. Ich gehe von einem T3/F1 aus, der einen Großteil seiner Energie aus der Zuggeschwindigkeit der Zelle bezog.

Die Tornadoschneise reicht über den Rhein hinweg noch einige Kilometer weiter nach Osten; die weiteren Schäden auf der rechten Rheinseite wurden von Björn Goldhausen untersucht.

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