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21. Juni 2012

21.06.2012 – Gewitterlinie mit Wallcloud

Am 21.06.2012 gab Estofex ein Level 2 für Ostfrankreich, Benelux und Westdeutschland aus. Es wurde mit einer Gewittelinie gerechnet, die Bowechos enthalten sollte. Ein Bowecho ist eine bogenförmige Form eines Zellkomplexes, das im Allgemeinen starke Windböen und Hagel hervorbringen kann. An der Nord- und Südspitze eines Bowechos sind ausserdem Rotationszentren wahrscheinlich und auch Superzellen nicht ausgeschlossen. Ich postierte mich in der Nähe von Bergheim-Fliesteden und beobachtete den Aufzug der Line mit Undulatuswolken im Vorfeld:

Als die Linie näherkam sah ich eine rotierende Zelle mit einer Wallcloud und einer Versorgungslinie (Flanking Line) auf mich zuziehen. Mein Standort war ideal, da die Wallcloud etwa 2-3 km nordwestlich an mir vorbei ziehen würde.

Das Video vom Tag:

6. August 2011

06.08.2011 – Wallcloud mit Rotation

Abgelegt unter: Gewitter,Rotation,Video,Wallcloud,Wetter,Wolken — Tags:, , , , , , — admin @ 23:46

Nach den Wettermodellen sollte ein Gewitterschwerpunkt in der Südeifel liegen. Dies wäre für mich jedoch zu weit entfernt gewesen, da die Linie aus Belgien und Luxemburg relativ schnell und etwas früher, nämlich schon am Mittag, nach Deutschland hereinzog. Ich fuhr also die A61 herunter und kurz in die Eifel hinein in die Nähe von Berg. Dort zeigte sich das ganze unspektakulär aber mit viel Regen.

Nach ein paar Minuten fuhr ich weiter quer durch den Niederschlag in Richtung Osten in die Nähe von Grafschaft-Ringen und hatte die Linie wieder vor mir. Ich hatte Glück, dass genau in dem Abschnitt der Linie eine kräftige Zelle mit Strukturen einer Superzelle auf mich zuzog.

Die Wallcloud zeigte immer wieder kleinräumige Rotation und Fraktusfetzen wurden sehr schnell hineingezogen. Von einem Tornadoverdacht möchte ich hier ersteinmal nicht sprechen, aber es liegt im Bereich des Möglichen.

Ich konnte 2 Panoramen erstellen, das erste zeigt die gesamte Zelle mit der Wallcloud links und dem Niederschlagsbereich rechts, das zweite wurde aus 4 Hochkantaufnahmen zusammengesetzt und zeigt nur die Wallcloud:

Dann kam der Niederschlagsbereich und ich habe meinen Standort um ein paar hundert Meter verlagert um freie Sicht in die andere Richtung zu haben.

Auf der Rückseite konnte ich noch einmal tief hängende Wolken beobachten.

Panorama aus 4 Bildern:

Hier das Video vom Chasing:

5. Juni 2011

05.06.2011: Gewitter mit Wallcloud

Gegen 14.30 machte ich mich auf den Weg in Richtung Voreifel südlich von Düren. Auf dem Weg dorthin konnte man schon zwischen Frechen und Kerpen den Aufwindturm der Zelle erkennen. Er wies deutliche Anzeichen von Rotation sowie auch weitere Merkmale einer Superzelle auf, z.B. eine schön ausgeprägte Versorgungslinie.

Ich fuhr erst nach Stockheim und später in die Nähe von Kelz um von dort die gesamte Zelle beobachten zu können. Es bildete sich kurzzeitig eine große Wallcloud aber dann begann die Zelle vom Abwind dominiert zu werden. Insgesamt hatte sie für etwa 30 Minuten die höchste Intensitätsstufe auf dem Radar.

Während dieser Zeit gab es im Bereich Obermaubach Überflutungen, in Brandenberg wurden an einer privaten Wetterstation 90 mm Niederschlag gemessen:
http://www.az-web.de/news/hochschule-detail-az/1704576?_link=&skip=&_g=In-Obermaubach-heisst-es-Land-unter.html

Panorama der gesamten Zelle aus 4 Bildern:

Unterseite der Wallcloud, nachdem ich ein paar Kilometer weiter gefahren war:

Und noch ein Panorama:

Hinter meinem Rücken gab es ständige Neubildungen, so daß ich dann nach etwa 1 Stunde Beobachtungszeit nicht mehr den Niederschlägen ausweichen konnte. Es gab Hagel mit Korngrößen um 1 cm, maximal fielen vereinzelte Körner mit 2 cm Durchmesser. Das nächste Foto zeigt eine der neuen Zellen in Richtung Euskirchen.

Das Video des Tages:

22. August 2010

22.08.2010 – Schwere Gewitter

Heute fuhren Gerd und ich zuerst nach Nievenheim und nahmen Micha mit. Dann ging es in Richtung Heinsberg und wir warteten dort ab. Gegen 14.30 ging bei Zülpich die erste Zelle des Tages hoch. Wir überlegten nur kurz und fuhren schnell in die Richtung. Da die Zelle sehr schnell unterwegs war und wir uns von Norden her annäherten, mussten wir ersteinmal vor die Zelle kommen um dann nach Süden stoßen zu können. In der Nähe von Lohmar bezogen wir dann unseren ersten Beobachtungspunkt und beobachteten den aus einem Stormsplit entstandenen Rightmover, eine zyklische Superzelle, die insgesamt 3,5h bis nach Nordhessen (zwischen Marburg und Kassel) unterwegs war. Hier sind ein paar Bilder der Zelle:

1 Panorama aus 5 Hochformatbildern:

Und ein Foto von einem Downburst bei Siegburg/Hennef:

Etwas weiter nördlich zog schon die nächste Zelle auf, in der aus einer kleinen Wallcloud eine Böenwalze entstand, die dann später wieder komplett eingesogen wurde:

Bild der Wallcloud bei Bonn, die inzwischen unter Funnelverdacht steht. Ich bin mir selbst nicht sicher, ob es ein Funnel ist, aber rotiert hat es wie wild:

Anschließend rief Dennis an und wir verständigten uns darauf, das wir uns am Tagebau Inden treffen und dort auf die Zellen warten, die aus Belgien nach Deutschland hereinziehen. Hier konnten wir die nächste Wallcloud beobachten:

Panorama aus 5 Bildern:

Kurz vor uns löste sich die Wallcloud auf und wir wollten schon losfahren. Plötzlich schien dieser Aufwind wieder an Intensität zuzulegen und wir machten noch ein paar Bilder, bis die Zelle ganz vorbeigezogen war:

Anschließend fuhren Gerd und ich nach Hause und konnten kurz vor Pulheim noch einen Regenbogen beobachten:

Das Video vom Tag:


22.08.2010 – 3 Gewitterzellen im Rheinland

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Für mich das interressanteste Chasing in diesem Jahr, da praktisch die gesamte Palette (bis auf Funnel und Tornados) heute vertreten war.

13. August 2010

13.08.2010 – Gewitter mit Rotation

Die Vorhersagen der Wetterdienste ließen für heute nichts außergewöhnliches erwarten. Um so größer war für mich die Überraschung, als ich auf dem Heimweg aus Bonn einen entstehenden Schauer sah. Ich fuhr in die Nähe von Lüftelberg bei Meckenheim und beobachtete die entstehende Zelle.

Nach etwas Beobachtungszeit erkannte man eine deutliche Zunahme der Aktivität im Aufwindbereich der Zelle und ich entschloß mich, näher heran zu fahren. Ich fuhr in die Nähe von Swisttal-Hohn und beobachtete die Zelle weiter. Nach ein paar Minuten erkannte ich Rotation im Aufwind und leises Donnergrollen war ab und zu hörbar. Nach etwa 30 Minuten begann der Abwindbereich zu dominieren und stärkerer Niederschlag wurde sichtbar. Das entfernte Donnern hörte auf und das Gewitter begann sich südwestlich von Köln langsam aufzulösen. Auch Mammatus-ähnliche Strukturen wurden sichtbar.

Es war einer der interressantesten Chasingtage in diesem Jahr. Eine kleine aber feine Zelle mit schönen Strukturen an einem Tag, an dem eigentlich nichts dergleichen zu erwarten war. Das Wetter bietet halt immer Überraschungen. Zum Schluß noch das Video vom Chasing mit einigen Zeitraffern:


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