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22. Mai 2014

22.05.2014 – Gewitter in der Voreifel

Heute zog eine Gewitterlinie von der Eifel her in Richtung Rheinland. Da diese Linien sich meistens im Lee der Eifel abschwächen, hatte ich mich in der Nähe von Weilerswist-Lommersum postiert und beobachtete die südlichste Zelle der Linie. In einiger Entfernung zeigte sich eine Wallcloud und ein schön abgerundeter Aufwindbereich, der auf eine Mesozyklone (rotierender Aufwind) hinweist. Die Zelle schwächte sich jedoch so stark ab, dass an meinem Standort nur eine schöne Unterseite des Aufwindbereichs sichtbar war.

Hier das Video vom Tag:

8. Juni 2012

07.06.2012 – Schauer mit extremer Dynamik

Am 07.06.2012 gab es für den Süden Deutschlands eine Unwetterlage, die jedoch weitgehend glimpflich ablief. Gegen Abend erreichte dann ein Hebungsgebiet den Beneluxraum und zog weiter in Richtung NRW. Innerhalb dieses Gebietes waren sehr gute Scherungswerte und eine niedrige Wolkenuntergrenze vorhergesagt. Dieses Setup begünstigt die Entwicklung von Tornados. Gegen 18 Uhr bildeten sich in Mittelbelgien die ersten kräftigeren Schauer, die jedoch schnell zu einem Cluster verschmelzten. Am südwestlichen Ende des Clusters verstärkte sich eine Zelle über dem Grenzgebiet und verursachte 1 Tornado in Belgien (Tongeren), 1 Tornado in den Niederlanden (Montfort) und später einen Tornadoverdachtsfall in Grefrath. Ich beobachtete diese Zelle in der Nähe von Niederkrüchten direkt an der Grenze zu den Niederlanden. Das erste Foto zeigt die Rückseite der vorherigen Zelle im Cluster:

Eine extrem tiefhängende und dynamische Wallcloud zog auf mich zu. Die Blickrichtung entspricht fast genau der Zugrichtung der Zelle. An der linken Seite der Wallcloud ist im Video ein Gustnado erkennbar.

Unter der Wallcloud, die erstaunlich schmal war, war einiges an Turbulenzen zu beobachten:

Die letzten beiden Bilder zeigen die Rückseite von nahem und aus größerer Entfernung:

Hier das Video:

22. August 2010

22.08.2010 – Schwere Gewitter

Heute fuhren Gerd und ich zuerst nach Nievenheim und nahmen Micha mit. Dann ging es in Richtung Heinsberg und wir warteten dort ab. Gegen 14.30 ging bei Zülpich die erste Zelle des Tages hoch. Wir überlegten nur kurz und fuhren schnell in die Richtung. Da die Zelle sehr schnell unterwegs war und wir uns von Norden her annäherten, mussten wir ersteinmal vor die Zelle kommen um dann nach Süden stoßen zu können. In der Nähe von Lohmar bezogen wir dann unseren ersten Beobachtungspunkt und beobachteten den aus einem Stormsplit entstandenen Rightmover, eine zyklische Superzelle, die insgesamt 3,5h bis nach Nordhessen (zwischen Marburg und Kassel) unterwegs war. Hier sind ein paar Bilder der Zelle:

1 Panorama aus 5 Hochformatbildern:

Und ein Foto von einem Downburst bei Siegburg/Hennef:

Etwas weiter nördlich zog schon die nächste Zelle auf, in der aus einer kleinen Wallcloud eine Böenwalze entstand, die dann später wieder komplett eingesogen wurde:

Bild der Wallcloud bei Bonn, die inzwischen unter Funnelverdacht steht. Ich bin mir selbst nicht sicher, ob es ein Funnel ist, aber rotiert hat es wie wild:

Anschließend rief Dennis an und wir verständigten uns darauf, das wir uns am Tagebau Inden treffen und dort auf die Zellen warten, die aus Belgien nach Deutschland hereinziehen. Hier konnten wir die nächste Wallcloud beobachten:

Panorama aus 5 Bildern:

Kurz vor uns löste sich die Wallcloud auf und wir wollten schon losfahren. Plötzlich schien dieser Aufwind wieder an Intensität zuzulegen und wir machten noch ein paar Bilder, bis die Zelle ganz vorbeigezogen war:

Anschließend fuhren Gerd und ich nach Hause und konnten kurz vor Pulheim noch einen Regenbogen beobachten:

Das Video vom Tag:


22.08.2010 – 3 Gewitterzellen im Rheinland

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Für mich das interressanteste Chasing in diesem Jahr, da praktisch die gesamte Palette (bis auf Funnel und Tornados) heute vertreten war.

13. August 2010

13.08.2010 – Gewitter mit Rotation

Die Vorhersagen der Wetterdienste ließen für heute nichts außergewöhnliches erwarten. Um so größer war für mich die Überraschung, als ich auf dem Heimweg aus Bonn einen entstehenden Schauer sah. Ich fuhr in die Nähe von Lüftelberg bei Meckenheim und beobachtete die entstehende Zelle.

Nach etwas Beobachtungszeit erkannte man eine deutliche Zunahme der Aktivität im Aufwindbereich der Zelle und ich entschloß mich, näher heran zu fahren. Ich fuhr in die Nähe von Swisttal-Hohn und beobachtete die Zelle weiter. Nach ein paar Minuten erkannte ich Rotation im Aufwind und leises Donnergrollen war ab und zu hörbar. Nach etwa 30 Minuten begann der Abwindbereich zu dominieren und stärkerer Niederschlag wurde sichtbar. Das entfernte Donnern hörte auf und das Gewitter begann sich südwestlich von Köln langsam aufzulösen. Auch Mammatus-ähnliche Strukturen wurden sichtbar.

Es war einer der interressantesten Chasingtage in diesem Jahr. Eine kleine aber feine Zelle mit schönen Strukturen an einem Tag, an dem eigentlich nichts dergleichen zu erwarten war. Das Wetter bietet halt immer Überraschungen. Zum Schluß noch das Video vom Chasing mit einigen Zeitraffern:


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