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10. Juni 2014

09.06.2014 – Bowecho im Rheinland

Am Nachmittag bildete sich an der französisch-belgischen Grenze eine Gewitterlinie, die unter Verstärkung in Richtung Nordrhein-Westfalen zog. Innerhalb dieser Linie bildete sich dann über der Eifel ein Bowecho aus, das auf eingelagerte Superzellen hindeutet. Ich fuhr an das Südende der Linie, an der sich eine Superzelle befand und beobachtete in der Nähe von Meckenheim den Aufzug mit herrlichen Mammatuswolken.

Zoom auf die Superzelle am Südende der Linie:

Die Superzelle am Südende schwächte sich ab und eine große Böenfront mit Shelfcloud wurde sichtbar, die sich selbständig unter Verstärkung der Windgeschwindigkeiten fortbewegte. Diese Bilder wurden auch im TV bei N24 gezeigt:

An meinem Standort gabe es Windböen um 90 km/h, die ordentlich Staub aufwirbelten. Niederschlag fiel so gut wie keiner. Weiter nördlich gab es Starkregen, kleinen Hagel und Windböen bis zu 150 km/h. Hier noch das Video vom Tag und ein paar Blitze von der Rückseite bei meiner Fahrt nach Hause:

19. August 2011

18.08.2011 – Hagelgewitter und Shelfcloud

Der 18.08.2011 sollte die erste wirklich brisante Gewitterlage des Jahres hier im Westen bringen. Die Dynamik, die Temperaturen und auch das Timing passte perfekt zu einer Schwergewitterlage. Den ganzen Tag konnte es ordentlich einheizen, so dass die Temperatur auf knapp über 31°C stieg, der Taupunkt lag kurz vor der Auslöse zwischen 19 und 20°C. Ein Bodentief entwickelte sich über Nordfrankreich und zog über Benelux nordöstlich in Richtung Deutsche Bucht. An der Ostflanke im Bereich der Warmfront löste es schließlich am Nachmittag über Belgien aus. Ich fuhr daraufhin in Richtung Jülich, um den sich bildenden, gestaffelten MCS (mesoscale convective system – Gewitterclustersystem) abzufangen.

Der Aufzug der ersten Staffel bei Jülich mit dem Eisschirm und Mammatusbewölkung über den tiefen Wolken:

Ich wechselte den Standort und fuhr ein paar Kilometer weiter nach Aldenhoven, wo ich den Aufzug einer Böenfront mit Whalesmouth beobachtete:

Anschließend fuhr ich nach Bourheim um einen weiten Blick über den Tagebau Inden zu haben. Dort ließ ich mich dann überrollen und konnte eine große Staubwolke, die durch die Böenfront aufgewirbelt wurde beobachten:

Es begann zu hageln und ich setzte eine Meldung bei Skywarn ab, die Korngröße betrug 3 cm:

Auch die Rückseite der Zelle hatte einiges zu bieten:

Kurze Zeit später kam Tommy aus Düren ebenfalls an diesen Beobachtungspunkt und wir fuhren ein Stück weiter nach Süden in die Nähe von Pier. Dort konnten wir den Aufzug der zweiten Staffel mit einer Shelfcloud bewundern.

Zum Schluß noch das Video vom Chasing, am besten mit Ton ansehen!


18.08.2011 – Hagelgewitter und Shelfcloud

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14. Juli 2010

14.07.2010 – Shelfcloud, Böenfront und Staubwolke

In der feuchtheißen südwestlichen Strömung bildete sich im Laufe des Tages ein Bodentief über Benelux aus. An dessen Kaltfront wurde eine extreme Wetterlage erwartet. Die Gewitter sollten linienförmig über Frankreich und Belgien entstehen und dann nach Deutschland hereinziehen. Um die heutige Gewitterlinie an der richtigen Stelle abzufangen fuhr ich heute nach Linnich und beobachtete den Aufzug einer schönen Shelfcloud:

Panorama (Bitte Anklicken zum vergrößern):

Panorama (Bitte Anklicken zum vergrößern):

Unterhalb der Böenfront wurde durch die Windböen, die 80-90 km/h betrugen, eine große Staubwolke aufgewirbelt:

Als der Niederschlagskern über mich hinwegzog gab es kurzzeitig auch kleinen Hagel (ca. 1-1,5 cm) sowie Starkregen. Nachdem die Linie durch war wartete ich noch die Rückseite ab, die jedoch nichts außergewöhnliches zu bieten hatte. Dann machte ich mich auf den Heimweg nach Pulheim. Als ich zu Hause ankam gab es überraschend noch einen extrem hellen Regenbogen als Zugabe:

An meiner Wetterstation gab es eine Windböe von 71 km/h (mehr als am 12.07.2010) sowie insgesamt 7,6 mm Niederschlag. Die Temperatur fiel innerhalb von 1 Stunde von 32,5 auf 19,3°C. Hier das Tagesdiagramm vom 14.07.2010:

Das Video vom Chasing (das meiste als Zeitraffer):

14.07.2010 – Shelfcloud und Staubwolke

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12. Juli 2010

12.07.2010 – Staubwolke im Erftkreis

Am späten vormittag zog eine Gewitterlinie von Belgien heran. Die meteorologischen Gegebenheiten ließen alles befürchten, da die Gewitterlinie eingelagerte Superzellen besaß, die das Potential für großen Hagel, Tornados und extreme Niederschläge hatten. Ich fuhr in Richtung Bedburg und weiter in Richtung Kirchherten. Während der Fahrt bemerkte ich eine große Staubwolke, die auf mich zukam. Also fuhr ich rechts ran und machte einige Fotos. Es gab dort Windböen bis 90 km/h durch die sich ablösende Böenlinie der Squalline (Outflow boundary). Hier die Bilder:


12.07.2010 – Staubwolke im Erftkreis

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Das ganze System zieht nordostwärts und könnte sich evtl. zu einem Derecho ausweiten. Bei einem Derecho handelt es sich um eine lang gezogene, ungewöhnlich rasch ziehende Gewitterlinie, die verbreitet starke Sturmwinde (Downbursts) verursacht. Um der Definition eines Derechos gerecht zu werden, muss sie auf mindestens 450 km Länge wirksam sein und dabei immer wieder schwere Sturmböen über 93 km/h hervorbringen. (Quelle: Wikipedia)

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