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27. August 2011

26.08.2011 – Das große Finale

Abgelegt unter: Blitze,Deutschland,Gewitter,Starkregen,Wetter,Wolken — Tags:, , , — admin @ 11:33

Am 26.08.2011 wurde die tagelang andauernde, schwülwarme Wetterlage durch einen Kaltfrontdurchgang beendet. In der vorlaufenden Konvergenzzone bildeten sich bereits am Vormittag die ersten Gewitter. In der Nähe von Bedburg konnte ich die erste Zelle des Tages fotografieren:

Auf dem Weg nach Bonn zog dann bei Meckenheim die zweite Zelle auf. Zuerst optisch weniger ansprechend zeigte sich später ein turbulenter Aufwindbereich:

Nach der Arbeit konnte ich auf dem Rückweg bei Erftstadt das dritte Gewitter des Tages abfangen und fotografieren:

Kurz nach 16.00 zog dann die Kaltfront in Pulheim ohne Blitz und Donner relativ unspektakulär auf.

19. August 2011

18.08.2011 – Hagelgewitter und Shelfcloud

Der 18.08.2011 sollte die erste wirklich brisante Gewitterlage des Jahres hier im Westen bringen. Die Dynamik, die Temperaturen und auch das Timing passte perfekt zu einer Schwergewitterlage. Den ganzen Tag konnte es ordentlich einheizen, so dass die Temperatur auf knapp über 31°C stieg, der Taupunkt lag kurz vor der Auslöse zwischen 19 und 20°C. Ein Bodentief entwickelte sich über Nordfrankreich und zog über Benelux nordöstlich in Richtung Deutsche Bucht. An der Ostflanke im Bereich der Warmfront löste es schließlich am Nachmittag über Belgien aus. Ich fuhr daraufhin in Richtung Jülich, um den sich bildenden, gestaffelten MCS (mesoscale convective system – Gewitterclustersystem) abzufangen.

Der Aufzug der ersten Staffel bei Jülich mit dem Eisschirm und Mammatusbewölkung über den tiefen Wolken:

Ich wechselte den Standort und fuhr ein paar Kilometer weiter nach Aldenhoven, wo ich den Aufzug einer Böenfront mit Whalesmouth beobachtete:

Anschließend fuhr ich nach Bourheim um einen weiten Blick über den Tagebau Inden zu haben. Dort ließ ich mich dann überrollen und konnte eine große Staubwolke, die durch die Böenfront aufgewirbelt wurde beobachten:

Es begann zu hageln und ich setzte eine Meldung bei Skywarn ab, die Korngröße betrug 3 cm:

Auch die Rückseite der Zelle hatte einiges zu bieten:

Kurze Zeit später kam Tommy aus Düren ebenfalls an diesen Beobachtungspunkt und wir fuhren ein Stück weiter nach Süden in die Nähe von Pier. Dort konnten wir den Aufzug der zweiten Staffel mit einer Shelfcloud bewundern.

Zum Schluß noch das Video vom Chasing, am besten mit Ton ansehen!


18.08.2011 – Hagelgewitter und Shelfcloud

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28. Juli 2011

28.07.2011 – Gewitter im Rheinland

Am 27.07.2011 und am 28.07.2011 stand eine gradientschwache Lage an, in der sich am Nachmittag Luftmassengewitter entwickelten. Diese Gewitter zogen sehr langsam und brachten dadurch lokal extrem hohe Regenmengen und Überflutungen mit sich. Ich fuhr in die Gegend zwischen Jüchen, Erkelenz und Mönchengladbach um das aufziehende Gewitter zu beobachten. Leider waren die Zellen kaum strukturiert und wirkten durch die hohen Regenmengen verwaschen. Außer 2 Blitzen in der Nähe und einem ordentlichen Donnerschlag gab es nichts ungewöhnliches zu sehen.

Das Video des Tages:

13. Juli 2011

12.07.2011 – Flop des Jahres

Abgelegt unter: Belgien,Blitze,Deutschland,Gewitter,Wetter,Wolken — Tags:, , , , , — admin @ 10:00

Nach den Vorhersagen und fast allen verfügbaren Modellen sollte es die gefährlichste Lage bisher im Jahr 2011 werden, das Setup versprach das Potential für eine Gewitterlinie mit eingelagerten oder vorlaufenden Superzellen. Da diese Lagen oftmals im Lee der Eifel Abschwächungen zeigen machte mich mich auf den Weg an die belgische Grenze. Im Warmfrontbereich konnte ich bereits einen sehenswerten Schauer mit schönen Fallstreifen abfangen:

Aber dann kam alles anders als in den Prognosen berechnet wurde. Der Deckel im Bereich der Warmfront war zu schwach, so dass nicht nur einzelne Schauer entstanden, sondern größere, skalige Regengebiete. Diese nahmen jedoch der möglichen Gewitterlinie, die an der nachfolgenden Konvergenzzone entstehen sollten, die meiste Energie weg. Es blieb also weitgehend bedeckt und es entwickelten sich einzelne Schauer. Einer dieser Schauer hatte eine schöne Böenlinie:

Erst am Abend gab es hinter dem Lee der Eifel wieder “unverbrauchte” Luftmassen, die in der Lage waren, Gewitter zu produzieren. Hier konnte ich eine blitzaktive Zelle beobachten und ein kurzes Video von einem Blitz machen:

5. Juni 2011

05.06.2011: Gewitter mit Wallcloud

Gegen 14.30 machte ich mich auf den Weg in Richtung Voreifel südlich von Düren. Auf dem Weg dorthin konnte man schon zwischen Frechen und Kerpen den Aufwindturm der Zelle erkennen. Er wies deutliche Anzeichen von Rotation sowie auch weitere Merkmale einer Superzelle auf, z.B. eine schön ausgeprägte Versorgungslinie.

Ich fuhr erst nach Stockheim und später in die Nähe von Kelz um von dort die gesamte Zelle beobachten zu können. Es bildete sich kurzzeitig eine große Wallcloud aber dann begann die Zelle vom Abwind dominiert zu werden. Insgesamt hatte sie für etwa 30 Minuten die höchste Intensitätsstufe auf dem Radar.

Während dieser Zeit gab es im Bereich Obermaubach Überflutungen, in Brandenberg wurden an einer privaten Wetterstation 90 mm Niederschlag gemessen:
http://www.az-web.de/news/hochschule-detail-az/1704576?_link=&skip=&_g=In-Obermaubach-heisst-es-Land-unter.html

Panorama der gesamten Zelle aus 4 Bildern:

Unterseite der Wallcloud, nachdem ich ein paar Kilometer weiter gefahren war:

Und noch ein Panorama:

Hinter meinem Rücken gab es ständige Neubildungen, so daß ich dann nach etwa 1 Stunde Beobachtungszeit nicht mehr den Niederschlägen ausweichen konnte. Es gab Hagel mit Korngrößen um 1 cm, maximal fielen vereinzelte Körner mit 2 cm Durchmesser. Das nächste Foto zeigt eine der neuen Zellen in Richtung Euskirchen.

Das Video des Tages:

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